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Viscachas (Lagostomus maximus)
Systematik:
Ordnung:
Rodentia
Familie: Chinchillidae
Gattung: Lagostomus
Aussehen:
Viscachas haben einen sehr kräftigen und schweren
Körperbau. Dementsprechend haben sie einen großen und dicken Kopf
und kräftige Beine. Ihre Hinterbeine sind doppelt so lang wie ihre
Vorderbeine. Diese werden von ihnen zum Graben genutzt.
Um wiederum die Erde aus dem Graben zu bekommen, setzen sie ihre Nase zum "Schieben" ein.
Speziell für diese Tätigkeit sind ihre Nasenlöcher verschließbar.
Sie haben große Augen, ein Hinweis auf ihre Dämmerungsaktivität, und große Ohren, was ihnen
insgesamt ein gutes Hör- und Sehvermögen verleiht.
Ihre Fellfarbe ist bei den in nördlichen Regionen vorkommenden Viscachas
hellbraun bis sandig, bei den südlicher lebenden Tieren eher dunkelgrau.
Dabei ist die Unterseite immer weiß. Und sie haben eine schwarz - weiße Gesichtszeichung.
Ihr Gewicht beläuft sich bei Weibchen auf etwa 4 - 5kg, bei Männchen auf
bis zu 9kg. Der Schwanz der Tiere verfügt über eine "Sollbruchstelle",
ähnlich der von Echsen, um bei einem eventuellen Angriff durch Feinde geschützt zu werden.
Das Besondere bei Männchen ist ihr weißer Schnurrbart aus harten Haaren.
Verbreitung:
Das Verbreitungsgebiet dieser Tiere erstreckt
sich von der Pampa bis ins Buschland Argentiniens. Leider hat sich jedoch
ihr Bestand durch die Jagd stark vermindert.
Nahrung:
In ihrer Heimat ernähren sich Viscachas vorwiegend von Gras, Samen und Wurzeln.
Fortpflanzung:
Nach einer Tragezeit von durchschnittlich
154 Tagen (Beobachtungen zeigen aber auch eine Trächtigkeit von 165 - 166 Tagen)
bringen die Weibchen der südlichen Regionen Argentiniens in der Zeit von März
bis Mai einen Wurf, die Tiere im Norden in der Zeit von August bis Oktober zwei
Würfe mit jeweils meist zwei, gelegentlich aber auch einem bis vier Jungen zur
Welt. Die Stillzeit beträgt mindestens 21 Tage, maximal acht Wochen. Erst nach
dieser Zeit lassen sich die Weibchen erneut decken. Die Jungtiere haben ein
Geburtsgewicht von etwa 200g und sind mit einem halben Jahr geschlechtsreif.
Besonderheit:
Laut WALKER ist der Bestand der Tiere
durch die Jagd der Einheimischen bereits soweit gesunken, dass man auf
800 km oft kein Viscacha mehr entdecken kann. Für die Einwohner gelten
die Tiere als arge Schädlinge.
Schriftum:
Nowak, R.M. (1999): Walkers Mammals of the World, 6th Edition, The John Hopkins University Press. Baltimore & London
Autor:
Christiane Krause, Schulzoo-Leipzig
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