 |
1 |
Ein typischer "Schulzoo - Tag"
Jeder, der Tiere pflegt weiß,
dass täglich Arbeiten von unterschiedlichem Zeitaufwand anfallen. Je umfangreicher
sich ein Tierbestand gestaltet, desto aufwendiger werden die Pflegearbeiten. So
ist das auch im Schulzoo.
Der Tag beginnt bei uns in der Regel zwischen sieben und acht Uhr. In dieser Zeit
wird auf Tagbetrieb umgeschaltet. Das bedeutet, ein Gruppenleiter hat die Aufgabe
alle Gehege zu kontrollieren, Beleuchtungen einzuschalten und die Fenster anzukippen,
damit zusammen mit den Ventilatoren, die durch Zeitschaltuhren gesteuert werden,
eine gute Belüftung der Räume gewährleistet ist. In Notfällen
ist er auch dafür verantwortlich ggf. Tiere einzufangen bzw. Lebendfallen
aufzustellen, beschädigte Gehege provisorisch ausbruchsicher zu reparieren
oder ähnliches.

Da wir zum Großteil noch Schüler und Studenten sind, trifft man im
Laufe des Vormittags an Wochentagen nur selten ein Schulzoomitglied an. Während
der Öffnungszeiten, täglich 16.00 bis 18.00 Uhr, ist dann stets ein
Gruppenleiter mit seiner Gruppe anwesend. Unsere kleinen Helfer sind meist Kinder
aus dem Hort oder der näheren Umgebung, denen die Arbeit mit den Tieren viel
Spaß macht und die oft selbst ein Haustier besitzen.
Je nach Wochentag sind nachmittags nun verschiedene Aufgaben zu erledigen, die
der verantwortliche Gruppenleiter überschauen und überlegt an "seine"
Kids verteilen muß. Zum Beispiel werden alle Sandgehege vier mal in der
Woche ausgesiebt, die Kotecken bei den Kaninchen, Meerschweinchen und Frettchen
dagegen werden täglich ausgemistet. Auch das Reinigen der Feuerwieselgehege
ist wochentagesabhängig. Jeden Tag werden die Abfälle eines nahegelegenen
Gemüseladens abgeholt und zweimal in der Woche ist eine Gruppe für den
Einkauf von Futtermitteln verantwortlich. In der Regel brauchen wir für alle
Arbeiten eines Nachmittags zwei Stunden. Natürlich kommt es immer darauf
an wie viele von uns zum Füttern da sind, ob man an einem "großen"
oder einem "kleinen" Tag füttert, ob man vielleicht jemanden einarbeitet
und und und ... Trotzdem sind im Allgemeinen jeden Tag Gehege zu säubern,
Futter zu holen, das Futter vorzubereiten und die Tiere zu füttern. Danach
hat jeder "seinen" Dreck, die benutzten Geräte usw. wieder wegzuräumen,
kehren, wischen, Müll raus schaffen - fertig. Meist zwischen 18.00 und 19.00
Uhr werden alle Gehege kontrolliert, Licht ausgemacht und die Fenster wieder geschlossen
- die Nachtruhe kehrt ein. Sie sehen die Arbeit mit Kindern und Tieren ist voller
Verantwortung und kein Job, bei dem man immer pünktlich nach Hause kommt,
denn die Tiere sind auf uns angewiesen und müssen jeden Tag vollständig
versorgt werden.

Ich selbst war lange Zeit freitags Gruppenleiter und habe jede Woche zwischen
fünf und acht Kinder bei der Pflege der Tiere angeleitet und natürlich
auch Aufgaben erledigt. Jedes Kind hat Lieblingsaufgaben und andere, die ihm absolut
nicht gefallen. Doch jeder sollte alle Facetten der Tierpflege kennenlernen, deshalb
verteilen wir unbeliebte Aufgaben oftmals mit Hilfe eines Quiz oder anderen kurzen
Spielen rund um den Schulzoo. Das ermöglicht ein zügiges Arbeiten ohne
murren und maulen, so dass am Ende häufig noch Zeit bleibt sich mit den Tieren
zu beschäftigen oder ein paar theoretische Kenntnisse zu den Tieren zu vermitteln.
Autor: Caroline Schreiber, Schulzoo-Leipzig
 |
1 |
|