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Das Japanische Eichhörnchen (Sciurus lis Temminck, 1844)
Systematik:
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Gattung: Amerikanische und Eurasische Baumhörnchen (Sciurus)
Art: Japanisches Eichhörnchen (Sciurus lis )
Aussehen:
In der Größe entspricht das
Japanische Eichhörnchen etwa unserem einheimischen Eichhörnchen Sciurus vulgaris.
Auch sonst sind sich die beiden Arten recht ähnlich. Teilweise wurde Sciurus lis
auch als Unterart von Sciurus vulgaris angesehen (5).Vom Japanischen
Eichhörnchen sind schwarze, braune und rötlich-braune Formen
bekannt. Die Färbung variiert mit der Höhenlage. Das im Schulzoo
gehaltene Tier gehört zur schwarzen Farbform. Das Bauchfell ist weiß
gefärbt und scharf vom Rückenfell abgegrenzt. Besonders auffällig sind die
Ohrbüschel, die beim Japanischen Eichhörnchen besonders lang sind.
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Japanisches Eichhörnchen (Sciurus lis) im Schulzoo Leipzig
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Verbreitung und Lebensraum:
Diese Art lebt in den Wäldern Japans auf
Honshu, Shikoku und Kyushu. Das auf Hokkaido lebende Eichhörnchen
ist nicht S. lis, sondern eine Unterart von Sciurus vulgaris
(ssp. orientis) (3). In letzter Zeit sind die Bestände zurückgegangen.
Wahrscheinlich ist dies auf die Zerschneidung der Lebensräume, z.B. durch Straßen,
zurückzuführen (4).
Lebensweise:
Wie alle Arten der Gattung
Sciurus ist das Japanische Eichhörnchen ein sehr gut kletternder Baumbewohner.
Im Schulzoo ist es tagsüber aktiv. Es wurde beobachtet, das S. lis für
Zeiten des Nahrungsmangels, wie z. B. den Winter, Nahrungsvorräte anlegt,
indem es an verschiedenen Stellen kleinere Futtermengen versteckt.
Im Experiment waren diese Lagerplätze 1 - 62 m vom Fundort entfernt (2).
Im Schulzoo konnte der Bau eines großen ungeordneten Nestes beobachtet werden.
Im Allgemeinen wird aber ein Holzkästchen als Schlafplatz genutzt.
Fortpflanzung:
Für diese Art konnte ich leider keine Angaben zur Fortpflanzung finden. Aufgrund der
nahen Verwandtschaft zu Sciurus vulgaris ist aber anzunehmen, daß sich beide
Arten auch in dieser Hinsicht ähneln. Demnach dürfte die Tragzeit etwa 39 Tage dauern,
nach 14 Tagen sind die als Nesthocker geborenen Jungtiere behaart und nach etwa 30
Tagen öffnen sie die Augen. Nach etwa sechs Wochen verlassen sie das Nest.
Haltung:
Die Tiere sind, wie alle Baumhörnchen, gute Kletterer, die sich in der Natur
hauptsächlich auf Bäumen aufhalten. Dies sollte bei der Haltung beachtet werden,
indem den Tieren eine ausreichend hohes Gehege zur Verfügung gestellt wird.
Im Schulzoo wird ein Japanisches Eichhörnchen in einer Anlage mit etwa
200 x 80 cm Grundfläche und 250 cm Höhe gehalten. Natürlich sollten auch
Klettermöglichkeiten, z. B. In Form von Ästen, angeboten werden. Das
Japanische Eichhörnchen im Schulzoo ist mit Daurischen Zieseln
(Spermophilus dauricus) und Eurasischen Gleithörnchen
(Pteromys volans) vergesellschaftet. Beim Zusammenleben der drei Arten
treten keine Probleme auf.
Fütterung:
Die Grundnahrung im Schulzoo besteht aus Haferflocken, sowie Apfel
und Möhre. Ab und zu werden Südfrüchte und Nüsse gefüttert. Zur Deckung des
Bedarfs an tierischem Eiweiß wird Geschabtes mit Reis und Ei gereicht.
Schriftum:
Nowak, R.M. (1999): Walkers Mammals of the World, 6th
Edition, The John Hopkins University Press. Baltimore & London
Tamura Noriko;
www.soc.nii.ac.jp/psj2/reicho/13-2-2.html
www2.justnet.ne.jp/~risumaro/ezorisue.html
Kappeler, Markus;
www.markuskappeler.ch/tex/texs/eichhoernchen.html
Autor: Eva-Maria Ewald, Schulzoo-Leipzig
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