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Hausratte (Rattus rattus, Fischer 1803)
| Ordnung: |
Nagetiere, Rodentia |
| Unterordnung: |
Mäuseverwandte, Myomorpha |
| Überfamilie: |
Mäuseartige, Muroidea |
| Familie |
Echte Mäuse, Muridae |
| Gattung: |
Ratten, Rattus |
| Art: |
Hausratte, Rattus rattus |
Beschreibung:
sehr
schneller und guter Kletterer; zierlicher als Wanderratte; große Augen und Ohren;
auffallend langer Schwanz; Fell häufig schwarz, seltener wildfarben (graubraun)
mit weißer Bauchseite, Kopf-Rumpf-Länge 16-24 cm; Schwanzlänge 18-25 cm; Gewicht
125-250 g
Verbreitung:
ursprünglich aus
Südostasien stammend bevölkert sie heute alle Kontinente mit Außnahme der nördlichen
Regionen; eigentlich ein auf Bäumen lebender Nager, als Kulturfolger aber auch
auf Dachböden, in Scheunen und anderen trockenen oberen Gebäudeteilen und früher
auf Holzschiffen anzutreffen; durch veränderte Bauweisen von Schiffen und Gebäuden
und andere Formen der Landbewirtschaftung ständiger Bestandsrückgang
Unterkunft:
ein Gehege, das teilweise
oder vollständig aus Holz oder Kunststoff besteht ist zur Unterbringung von
Hausratten nicht geeignet, da zumindest die Tiere des Schulzoos, stark nagen;
es ist keine große Lauffläche nötig, dennoch ist von einer Grundfläche
unter 0,5 qm abzuraten; das Gehege sollte den Tieren mehrere Etagen und viele
verschiedene Versteckmöglichkeiten bieten.
Die Tiere des Schulzoos werden in einem Gehege mit den Maßen 0,85 x 0,80
x 1,0m gehalten, die Einrichtung setzt sich aus Tonröhren, Baumstämmen, Brettern
und einer Holzhütte, die jedoch regelmäßig durch eine neue ersetzt werden muß,
zusammen. Für die flache Einstreu nutzen wir Hobelspäne, für den Nestbau bieten
wir den Hausratten Stroh an, das gern genommen wird.
Zucht:
Über Einzelheiten
der Fortpflanzung ist noch wenig bekannt; bei der Überwachung von freilebenden
Rudeln fiel jedoch auf, daß sich die Männchen oft abseits hielten, so daß die
im Schnitt 8 Jungtiere in Mutterfamilien aufwachsen, sie öffnen
mit etwa 15 Tagen die Augen, werden 3 Wochen gesäugt und mit 3 Monaten geschlechtsreif;
die Angaben zur Tragzeit unterscheiden sich, liegen aber im Schnitt zwischen
20 und 28 Tagen.
Futter:
Die Hausratte bevorzugt
pflanzliche Nahrung, die sich vor allem aus Früchten und Samen aller Art zusammensetzt;
animalische Nahrung dient lediglich als Beikost.
In menschlicher Obhut ist die Ernährung also nicht weiter schwierig, es kann
zusätzlich Trinkwasser gereicht werden, ist aber bei ausreichend wasserhaltiger
Nahrung nicht unbedingt erforderlich.
Besonderes:
Durch die enormen
Bemühungen des Menschen, Ratten durch Giftköder zu töten, entwickelten, sowohl
die Haus- als auch die Wanderratte, eine sehr große Vorsicht gegenüber unbekannter
Nahrung; diese wird zunächst gemieden und später nur in kleinen Mengen aufgenommen.
Die Hausratte verträgt zehnmal soviel Gift, wie die Wanderratte.
Schrifttum:
- GRZIMEKS Enzyklopädie
Säugetiere Bd. 5 ; Urania Tierreich Bd. Säugetiere
Autor: Caroline Schreiber, Schulzoo-Leipzig
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