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Hausspitzmaus-Beutelratte (Monodelphis domestica Burnett, 1830)
Systematik:
Ordnung: Beuteltiere (Marsupialia)
Familie: Beutelratten (Didelphidae)
Unterfamilie: Echte Beutelratten (Didelphinae)
Art: Hausspitzmaus-Beutelratte (Monodelphis domestica)
Nach WALKER (1999) werden
für Monodelphis 2 Untergattungen mit insgesamt 15, zum großen Teil
sehr ähnlich aussehenden Arten beschrieben.
Aussehen:
Diese typische Beuteratte
erreicht Kopf-Rumpf-Längen von 11-20 cm mit Schwanzlängen von 4,5-8,5
cm, damit ist der Schwanz in der Regel nur halb so lang wie der Körper,
in jedem Fall nicht länger als dieser (Name!). Die Gewichte schwanken zwischen
90-150g bei Männchen und 80-100g bei Weibchen. Die Fellfärbung varriert
sehr von rotbraun bis grau und schwarz, wobei die Unterseite stets heller gefärbt
ist. Einige sind durch einen Rückenstrich gekennzeichnet. Der Beutel ist
bei diesen primitiven Beutelratten nicht ausgebildet. 11-17 Zitzen sind am Abdomen
erkennbar; bei einigen Arten sind sie kreisförmig angeordnet.
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Hausspitzmaus-Beutelratte
(Monodelphis domestica), 2000 im Schulzoo-Leipzig,
Christian Kern
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Verbreitung/Habitat:
Die Verbreitung von domestica
liegt im östlichen und zentralen Brasilien, Bolivien und Paraguay.
Monodelphis ist gut an das Leben in Waldgebieten angepaßt und obwohl sie
gut klettert findet man die Tiere oft am Boden.
Lebensweise:
Die einzelgängerisch
lebende domestica ist überwiegend nachtaktiv und verschläft den Tag
in Nestern, welche in hohlen Baumstümpfen, Baumlöchern und Steinvorsprüngen
angelegt werden. Die Nahrung umfaßt Nager, Insekten, Samen, und Früchte.
Domestica erhielt ihren wissenschaftlichen Artnamen deswegen, weil sie in Brasilien
oft in menschliche Siedlungen geht, um in Häusern Nagetiere und Insekten
zu jagen und ist deshalb gern gesehen.
Fortpflanzung:
Nach FADEM und RAYVE (1985)
kann domestica als tropischer Vertreter in einem Jahr bis zu vier Würfe
bringen. Die Östrusdauer ist mit 3-12 Tagen angegeben, wobei eine Zweiteilung
registriert wurde: bei einer Gruppe tritt der Östruszyklus nach zwei Wochen,
bei einer anderen nach vier Wochen ein. Die Tragzeit beträgt 14-15 Tage,
die geborene Jungenanzahl bis zu 12 Stück, von denen längst nicht alle
überleben werden. Die Selbständigkeit erreichen die Jungen mit 50
Tagen. Das Eintreten der Geschlechtsreife wird mit 4-5 Monaten angegeben, das
Ende dieser mit 28 Monaten bei Weibchen und 39 Monaten bei Männchen.
Besonderheit:
Bei einem Studienaufenthalt
in der Forschungstelle des Moskauer Zooparks konnte bei dieser Art ein interessantes
Verhalten beobachtet werden. Ein Weibchen bekam Papierschnipsel als Nestmaterial
angeboten und griff sie mit dem Schwanz und transportierte sie auch mit diesem
zum Nest.
Schriftum:
Nowak, R.M. (1999): Walkers Mammals of the World, 6th
Edition, The John Hopkins University Press. Baltimore & London
Autor: Kathleen Krusemark, Schulzoo-Leipzig
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