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BaumwoIlratte
(Sigmodon hispidus Say & Ord, 1825)


Baumwollratte (Sigmodon hispidus)
Foto:Klaus Rudloff, 16.6.1983; Haltung: Tierpark Berlin

Systematik:

Ordnung: Nagetiere, Rodentia
Familie: Mäuse, Muridae
Unterfamilie: Neuweltmäuse, Hesperomyinae

Beschreibung:

KRL 14,3-19,9. cm, SL 8,1 - 16,6 cm, HF 2,8 - 4.1 cm, OL 1,6 - 2,4 cm, Gewicht 100-225 g. Ohren fast im Fell verborgen und relativ dicht behaart. FelFNahrungsangebot lfarbe dunkelbraun bis schwärzlich und gesprenkelt (Pfeffer und Salz-Effekt). Der Bauch ist hellgrau, der Schwanz einfarbig braun und spärlich behaart.

Verbreitung:

Sehr weite Verbreitung, südliche Hälfte der USA über Mittelamerika bis Nord-Venezuela und Nordwest-Peru. Gewöhnlich in dichter Vegetation in Wassernähe. Die Bestandsdichte schwankt je nach Nahrungsangebot zwischen 0,02 bis 70 Tiere je ha.Bauen Gänge an der Oberfläche in Gras- und Krautbeständen.

Unterkunft:

Geräumige Becken mit entsprechenden Versteckmöglichkeiten. Längskante sollte nicht unter einem Meter sein. Beckenhöhe nicht zu gering wählen, damit genügend Bodengrund und Dekorationsmaterial eingebracht werden kann und auch eine größere Gruppe Platz findet. Im Tierpark Berlin wurden bis zu 15 Tiere zusammengehalten.

Zucht:

Baumwollratten sind meist verträglich. Mehrere erwachsene Männchen und Weibchen können zusammen gehalten werden. Tragzeit 26-28 Tage. (Mus und Rattus ca. 21 Tage). Jungtiere sind weit entwickelt und fast Nestflüchter. 2-12 Junge, meist 3-7 je Wurf. Öffnen innerhalb 24 Stunden nach der Geburt die Augen, sind mit 10-15 Tagen selbstständig. Geschlechtsreife der Weibchen tritt frühestens mit 6 Wochen ein. Der Altersrekord bei einem gefangenen Tier liegt bei 5 Jahren und 2 Monaten.

Futter:

Im Freiland überwiegend Gräser, zeitweilig auch Insekten. In Menschenobhut vorzugsweise Gemüse, z.T. auch nicht zu süße Früchte. Gelegentlich wird auch gekochtes Fleisch angeboten. Wasser sollte immer zur Verfügng stehen.

Besonderes:

Sind tag- und nachtaktiv. In guten Vermehrungsjahren werden sie in landwirtschaftlichen Gebieten zu extremen Schädlingen.


Schrifttum:

  • EISENBERG, J.F. (1989): Mammals of the Neotropics. The Northern Neotropics. The University of Chicago Press. Chicago & London.
  • JAMESON jr., E.W. & PEETERS, H.J. (1988): California Mammals. University of California Press. Berkeley & London.
  • NOWAK,R.M. (1991): Walkers Mammals of the World. Fifth Editions. The John Hopkins University Press. Baltimore & London.

Klaus Rudloff, Tierpark Berlin, Am Tierpark 125, 10307 Berlin

Bericht aus Heft 2 /97
Mitteilungen
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(BAG)
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